Kreta, die größte griechische Insel, liegt strategisch günstig im östlichen Teil des Mittelmeeres südlich der griechischen Küste. Das landschaftliche Bild der Insel ist geprägt von stark verkarstetem Gebirge mit vielen Hochebenen. Der höchste Punkt, der Berg Ida, erreicht eine beachtliche Höhe von 2.456 Metern und dominiert das Zentrum der Insel.
Die bedeutendsten Städte Kretas
Die Insel besitzt mehrere wichtige urbane Zentren. Der Hauptort und die größte Stadt ist Iraklio, auch bekannt als Heraklion. Weitere wichtige und touristisch attraktive Städte auf der Insel sind Chania, Rethymno und Agios Nikolaos, die alle ihren eigenen unverwechselbaren Charme und ihre eigene Geschichte besitzen.
Flora, Fauna und Agrarlandschaft
Trotz der sehr trockenen Sommer können Besucher auf Kreta eine bemerkenswerte botanische Vielfalt entdecken, darunter über 140 endemische Pflanzenarten. Zu den heimischen Pflanzen zählen unter anderem der Nickende Sauerklee sowie die Mittagsblume.
Im Gegensatz zur Pflanzenwelt ist die Tierwelt nicht so artenreich ausgeprägt. Heimisch sind auf der Insel unter anderem Fledermäuse und Eidechsen. Das Bild der Tierwelt wird jedoch am stärksten von den überall auf der Insel weidenden Schafen und Ziegen beherrscht, die die kargen Landschaften besiedeln.
Ein Klima der Kontraste
Das Klima auf Kreta ist ein Mix aus mediterranen Einflüssen des Mittelmeeres und dem heißen Wüstenklima Afrikas, das besonders die südlichen Küsten prägt. Es lassen sich deutliche regionale Unterschiede feststellen. Während im Westen der Insel wesentlich mehr Regen verzeichnet wird, wird es in östlicher Richtung immer trockener. Die klimatische Vielfalt trägt zur landschaftlichen Abwechslung bei.
Archäologische Schätze und Naturwunder
Kreta ist ein Schatzhaus der Geschichte. Unzählige archäologische Stätten können von Besuchern der Insel erkundet werden. Die wohl bedeutendste Ausgrabungsstätte ist Knossos, wo antike Ruinen der minoischen Zivilisation bestaunt werden können, die die Besucher in eine frühe europäische Hochkultur zurückversetzen.
Urlaubsgäste können die Insel auf verschiedenen Wegen erkunden, um in den Genuss der zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu kommen:
- Das Dorf Loutro: Dieses historische Dorf ist gerade für Wanderer attraktiv und liegt in einem landschaftlich interessanten Gebiet.
- Schluchten der Insel: Interessante Aussichten eröffnen sich in den zahlreichen Schluchten Kretas, deren Gesamtlänge etwa 260 Kilometer beträgt. Nordöstlich von Rethymno liegt beispielsweise die Myli-Schlucht, auch bekannt als das Tal der Windmühlen.
Venezianisches Erbe in Heraklion
Noch heute sind in der Hauptstadt Heraklion die venezianischen Festungsmauern fast komplett erhalten. Der Einfluss der einstigen venezianischen Herrschaft ist noch an weiteren Bauwerken zu erkennen. Beispielhaft hierfür stehen der kunstvolle Morosini-Brunnen sowie die zweigeschossige Loggia.
Strände und Meer
Gäste der Insel verbringen ihre Stunden gern an den schönen Stränden Kretas. Ein besonders idyllischer Ort ist der Palmenstrand von Treveli, ein Sandstrand, der durch eine Vielzahl von Palmen gesäumt wird und ein einzigartiges karibisches Flair vermittelt. Für Meerestier- und Reptilienfreunde lädt das 1995 erbaute Aquaworld Aquarium in Hersonissos mit seinem Reptiliengarten Gäste zum Verweilen und Entdecken ein.