Fuerteventura, die zweitgrößte der Kanarischen Inseln, liegt im Atlantischen Ozean, etwa 15 Kilometer südlich von Lanzarote. Mit einer Fläche von rund 1.600 Quadratkilometern ist die Insel geologisch gesehen ein faszinierendes Gebiet: Ihr Alter wird von Forschern auf 20,6 bis 22 Millionen Jahre geschätzt. Unbestritten ist, dass sie durch intensive vulkanische Aktivitäten entstand. Besonders eindrucksvolle Überbleibsel dieser Entstehungsgeschichte finden sich beispielsweise im Naturschutzgebiet El Malpais de la Arena im Norden der Insel, zwischen La Oliva und Lajares.
Die Entfernung zur afrikanischen Küste beträgt nur etwa 100 Kilometer, während das spanische Festland gut 1.000 Kilometer entfernt liegt. Die Landessprache auf Fuerteventura ist Spanisch, und der Hauptort ist die Hafenstadt Puerto del Rosario mit rund 36.000 Einwohnern.
Das milde Klima: Ein Ganzjahresziel
Fuerteventura ist dank seines milden und ausgeglichenen Klimas praktisch das ganze Jahr über ein attraktives Reiseziel. Die Schwankungen zwischen den Durchschnittstemperaturen im Winter und Sommer sind moderat.
Während im Dezember und Januar angenehme 20 °C herrschen, übersteigt die Lufttemperatur auch im Hochsommer so gut wie nie die 30-Grad-Marke. Ähnliches gilt für die Sonnenstunden: Im Sommer (Juni bis August) werden täglich 10 bis 11 Stunden erreicht, während die Zahl im Winter immerhin noch 6 bis 7 Stunden beträgt. Selbst das Wasser ist mit knapp 20 °C in den Wintermonaten noch recht angenehm zum Baden.
Malerische Sandstrände für Badegäste und Surfer
Neben dem ausgeglichenen Klima sind es vor allem die malerischen Sandstrände, die viele Badeurlauber immer wieder nach Fuerteventura locken. Die Insel gilt als das Strandparadies der Kanaren.
- Im Norden der Insel zieht der Dünenstrand von Corralejo Besucher an. Er ist elf Kilometer lang und verfügt über einen Strandabschnitt, der eigens für Kite- und Windsurfer vorgesehen ist und Fuerteventura zu einem Hotspot für Wassersportler macht.
- Sehr schön ist ferner Caleta de Fuste im Osten der Insel – ein heller, feinsandiger Strand, der gut für Familien und Kinder geeignet und auch für Wassersportler interessant ist.
Karge Felsen und unberührte Landschaften
Idyllische Sandstrände sind jedoch nicht das einzige Merkmal, welches das Landschaftsbild dieser kanarischen Insel prägt. Fuerteventura ist ebenso bekannt für seine kargen Felsen und wüstenähnlichen Landschaften, für Lavatäler und wellige Schluchten, die dem Eiland einen ganz eigenen, wilden Charme verleihen.
Um die unberührte Natur Fuerteventuras in ihrer ganzen Pracht zu entdecken, lohnt sich insbesondere ein Ausflug zu der im Süden gelegenen Halbinsel Jandía. Dort kommt die landschaftliche Vielfalt der Insel vielleicht am besten zum Ausdruck, geprägt von schroffen Bergen und langen, menschenleeren Stränden.